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Interview mit Val McDermid "Ehrlich gesagt, erfinde ich auch eine ganze Menge!" |
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Frage: Ihre
Schilderungen der kriminalistischen Methoden und Technologien sind
sehr detailliert. Haben Sie viele Kommissare, Profiler und
Kriminologen in Ihrem Freundeskreis? Oder haben Sie sich das Wissen
angelesen?
Val McDermid: Val McDermid: Ich habe über die Jahre etliche Experten kennengelernt und von Zeit zu Zeit horche ich Sie aus, um sicherzustellen, dass ich mich nicht zu weit weg vom Rahmen des tatsächlich Möglichen bewege. Manchmal bringen mich diese Gespräche auch auf interessante Möglichkeiten für neue Geschichten.
Frage: Warum haben Sie sich entschlossen, Autorin zu werden? Haben Sie jemals darüber nachgedacht, auch in die Politik zu gehen wie Ihr ehemaliger Klassenkamerad Premierminister Gordon Brown? Val McDermid: Ich wollte immer nur Geschichten erzählen. Alles andere fühlte sich an wie eine Zwangsjacke. Und ich glaube, um Politiker zu sein, bin ich nicht verschlagen genug. Frage: Sie schreiben sowohl »Stand Alones« als auch Serien (zum Beispiel die mit DCI Jordan und dem Profiler Tony Hill, deren fünfter Band Schleichendes Gift gerade in Deutschland erschienen ist). Wie entscheiden Sie, wer welchen Fall zu lösen bekommt? Val McDermid: Wenn ich eine Idee für eine neue Handlung habe, dann ist mir meist ziemlich schnell klar, ob das ein Tony & Carol-Buch wird, oder ein »Stand Alone«. Es gibt nicht viele Fälle, in denen die Spezialkenntnisse eines Profilers hilfreich sind. Ich habe mehr Ideen für Bücher, die ohne Tony & Carol auskommen, aber glücklicherweise fallen mir auch immer wieder Dinge ein, die die beiden einbeziehen. Frage: Sie haben einmal gesagt, dass Sie Ihre Bücher peinlich genau planen und Bücher, die auf wahren Begebenheiten beruhen, nicht mögen, weil Verbrechen im richtigen Leben nie perfekt sind. Sind Sie ein Kontrollfanatiker? Val McDermid: n gewisser Hinsicht sind alle Schriftsteller Kontrollfanatiker. Wir erfinden eine Welt, in der wir Gott sind, und in der nichts passiert, was wir nicht erlauben. Was ist das bitte, wenn nicht das Werk eines Kontrollfanatikers? Aber was meine Arbeit betrifft, so habe ich meine Methoden in den letzten Jahren geändert. Heute habe ich eine ziemlich genaue Vorstellung von dem Ende, an dem ich ankommen will. Aber wenn ich zu schreiben beginne, weiß ich noch nicht, auf welchem Weg das passieren wird. Diese Art zu Schreiben ist definitiv furchterregender, aber ich glaube, ich habe keine andere Wahl. Es ist die Art, die jetzt für mich funktioniert. Frage: Warum haben Sie dass Krimi-Genre gewählt? Was ist am Tod das Interessante für Sie als Autorin? Val McDermid: Der Tod erhöht den Einsatz. Er gibt dem Buch eine tiefere Bedeutung. Es geht um wichtige Dinge, um Leben und Tod eben. Der Ausgang muss dir am Herzen liegen. November 2008. Quelle: Knaur. Autor, Redaktion und Verlag sind nicht für die Inhalte externer Webseiten verantwortlich. |
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