Alf

Der etwas andere Abgesandte aus dem All

Als im Jahr 1986 ein außerirdisches Pelztier durch das Dach der Garage von Familie Tanner krachte, war das nicht nur für diese ein Aufprall mit Folgen, sondern auch die Fernsehwelt wurde ordentlich erschüttert - "Alf" war gelandet. Der von Familie Tanner als solcher bezeichnete Überraschungsgast (Alf = "Alien Life Form") hatte, wie sich nach und nach herausstellte, eine stürmische Geschichte hinter sich!
Als Gordon Shumway wurde er 1756 auf dem Planeten Melmac geboren. Er studierte Softwareprogrammierung, Rückwärtseinparken und Zahnmedizin auf seinem Heimatplaneten an der Melmac High School. Außerdem spielte er drei Jahre lang Bouilabaseball (Baseball mit Fisch) und konnte durch dieses außerordentliche Talent ein Sportstipendium ergattern. Nach seiner Schulausbildung arbeitete er unter anderem als Fotomodell und Geschäftsführer einer eigenen Schleimgroßhandlung.

Dann kam die Katastrophe: Als alle Melmac-Bewohner eines schlimmen Tages gleichzeitig ihren Fön anstellten, gab es eine Groß-Explosion, die den Planeten völlig zerstörte. Alf jedoch gelang die Flucht vor der Detonationswelle mit einem Raumschiff - das ihn schnurstracks zur Erde und damit in die Garage der us-amerikanischen Vorzeige-Familie Tanner führte.

Voilà, da war er nun. Das extraterrestrische Genie spricht alle Erdsprachen, kann zehn Stunden vorm Fernseher sitzen, ohne aufs Klo zu müssen, und mit geschlossenen Lippen pfeifen. Er liebt es zu essen (insbesondere Katzen - ein Umstand, weswegen Lucky, die Hauskatze der Tanners, nachhaltig um ihr Leben bangen musss), und ansonsten verursacht er selbst gern kleine und größere Katastrophen. In vier wundervollen Alf-Jahren bescherte er seiner Gastfamilie 246 Hausbrände und 49 Verstopfungen des Abwassersystems ...

Im Nullkommanichts mauserte sich Alf zu einer der begehrtesten TV-Persönlichkeiten. Zum Leben erweckt wurde das pelzige Alien dabei nur selten von einem kleinwüchsigen Darsteller (Michu Meszaros); zu Beginn konnte man ihn noch öfter in Gänze durchs Bild rennen sehen, später verlegte sich das Produktionsteam darauf, Alf durch Puppenspieler und diverse Animationstechniken real werden zu lassen. Was ihnen nicht minder gut gelang, als stecke ein echter Mensch im Kostüm.



102 Folgen (= vier Staffeln) zu je 25 Minuten wurden in den Jahren 1986 bis 1990 produziert, dann endete die Serie am 24. März 1990 in den USA mit einem offenen Ende. Nach dem Erfolg der Serie entstanden dann zwei Zeichentrickserien sowie ein TV-Film (Alf - Der Film), der hier in Deutschland sogar im Kino zu sehen war, in dem die Tanners allerdings nicht mehr mitspielten. Kritiker und Fans sind sich ausnahmsweise einig und ziehen die Originalserie den Ablegern vor.
Das US-Network ABC ging 1986 mit der originellen Sitcom Alf auf Sendung und ebnete damit den Weg für den Siegeszug um die Welt. Bis heute wurde die Serie in über 80 Ländern ausgestrahlt, und allein in Deutschland (hier war 1988 das ZDF der erste Sender, der das Plüsch-Alien präsentierte) kennen laut einer TV Movie-Umfrage 85,7 Prozent das pelzige, 1,06 Meter große Wesen aus dem All.

Nicht zuletzt durch Alfs markante Synchronstimme, die der Schauspieler Tommy Piper ihm in Deutschland lieh, wurde die Serie hier äußerst populär. Alfs lässiges "Null Problemo!" - von Tommy Pipers dunkler und rauchiger Stimme hervorgebracht, floss schon bald in den Sprachschatz vieler Bundesbürger ein.

Die Serie, die von Kids und Erwachsenen gleichermaßen geliebt wird, erhielt in den USA eine Reihe von Preisen, u. a. den People's Choice Award sowie zwei Nickelodeons Kids Choice Awards.

Die TV-Serie hat in Deutschland eine sehr wechselhafte Geschichte. Sie wurde in Deutschland zuerst im ZDF gesendet, danach war sie in Sat.1 zu sehen. Nach der Ausstrahlung in Sat.1 erwarb ProSieben die Senderechte, von dort wurde sie wieder von Sat.1 übernommen.

Die Reihenfolge des Episodenführers ist nach der Abfolge der US-Erstsendung geordnet. Die deutsche Ausstrahlung wich allerdings davon ab.

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