Berlin, Berlin

Dramedy = Drama & Comedy

Ein Landei in der Großstadt Berlin. Eine junge Frau, die zu sich selbst findet ? und nachdem sie sich gefunden hat, entdeckt, dass sie doch ganz anders ist. Felicitas Woll, bekannt aus dem Kinofilm "Mädchen, Mädchen", spielt diese Lolle, die Heldin in der Serie "Berlin, Berlin", so hinreißend naiv und liebenswert, dass nicht nur die jungen Männer in Berlin den Namen ihrer Stadt zweimal aussprechen werden, wenn sie ihr Herz sprechen lassen.


Lolle ? eine Frau zum Verlieben ? für alle Zuschauer im Ersten. Die Serie Berlin, Berlin macht den Lebensabschnitt von 20 bis 30 zum Thema: eine Zeit der intensiven Freundschaft, der Sinnsuche zwischen Jobs im Imbiss oder im Startup-Unternehmen und langen Nächten auf der Dachterrasse unter dem Sternenhimmel von Berlin. Sven erlebt seinen ersten großen Zusammenbruch, Lolle ihre erste große Liebe, nach dem Jungen aus Malente kommt der Mann aus Berlin.

Und sie möchte am liebsten die Augen davor zumachen, dass er leider verheiratet ist. Und wenn am Ende doch Sven ...? Zuerst kommt die verbotene Liebe, dann die wahre. Rosalie bringt die Sache häufig so genau auf den Punkt, dass man sie die Meisterin des Abschließen-könnens nennen sollte. Nur Affären. Keine Liebe. Eine Rechnung, die auch nicht immer aufgeht.

Der zuständige Chef beim NDR, Dr. Bernhard Gleim, erinnert sich an den Anfang der Serie: "Als der Autor David Safier und die Redakteurin Regina Weber bei Radio Bremen zu mir kamen, um mir die Idee für "Berlin, Berlin zu erläutern, nannten sie das, was sie machen wollten, "Dramedy". Drame ... was? ? fragte ich zurück. Man soll lachen, aber wir wollen keine lächerlichen Geschichten erzählen. Wir wollen mitten hinein in das turbulente Leben von jungen Leuten in Berlin, und wir wollen es mit modernen Mitteln erzählen: komische Zuspitzung, Voice over, Trickfilm in den Realsequenzen.

Mit ihrem Voice over und den Zeichentrickanimationen reagiert unsere Hauptfigur Lolle direkt auf das, was geschieht. In den Zeichentrick-Sequenzen ist Lolle ein Stück mutiger und konsequenter als in der Realität, sie steht mehr zu sich und ihren Gefühlen und Impulsen, die oft im Widerspruch stehen zu dem, was "man" macht. Wir schicken sie durch Lebenskrisen, die durch die Umstände oder andere Charaktere komisch gebrochen werden. Oder wir erleben mit ihr komische Situationen, die durch tragische Momente gebrochen werden. Keine klassische Comedy also, denn unserer Heldin kann es ruhig mal dreckig gehen; sie findet unterm Weinen zum Lachen und wir mit ihr.

Halb war ich schon verführt: Denn wir hatten ja die Erfahrung gemacht, dass gerade junge Zuschauer gut mit einem Stilmix umgehen können, ungeduldiger beim Zuschauen sind und eine schnelle, pointierte Erzählweise wünschen. Gänzlich überzeugt war ich, als die ersten Drehbücher kamen und der Cast, die Hauptbesetzung stand. Mit Felicitas Woll, Sandra Borgmann, Jan Sosniok und Matthias Klimsa haben wir eine ideale Besetzung für unsere vier Hauptfiguren gefunden, die sich perfekt ergänzen und denen man ansehen kann, wie viel Spaß sie an ihren Rollen hatten.

Leicht soll es sein. Aber nicht albern. Komisch, aber nicht blöd. Wo findet man da in Deutschland Autoren und Regisseure? Mit dem Hauptautor der Serie, David Safier, haben wir jemanden, der diese Stillage wie kein zweiter beherrscht,was er schon in Serien wie Nikola und Mein Leben und ich bewiesen hat. So ein Format verlangt Regisseure, die pointieren können, Tempo und Rhythmus haben: Franziska Meyer Price und Sven Unterwald jr. haben fast alle Folgen dieser Serie gedreht.

Eine "einzigartige Qualität" der Serie Berlin, Berlin bescheinigten die Zuschauer in zwei Publikumstests. Und die jungen unter ihnen fühlten sich durch die Serie so aufgemischt, dass sie danach am liebsten gleich auf die Piste gegangen wären. Aber das sollen Sie nicht: Bleiben Sie dran: bis zur nächsten Folge von Berlin, Berlin."

Berlin, Berlin läuft ab dem. 5. März 2002 von Dienstags bis Freitags um 18.50 Uhr in der ARD.


TV-Kritiken Spiegel 2002-10: Die neue Vorabend-Serie versteht Autor David Safier als "Dramedy", soll heißen: Die Zuschauer sollen über dramatische Geschichten lachen. Doch die Reihe funktioniert eher nach dem Motto: Verhaften Sie die üblichen Verwicklungen. Trotzdem: Musik der Neue-Deutsche-Welle-Combo Ideal hat man lange nicht gehört, und die Zeichentrick-Sequenzen, die die Gefühlswelt der Hauptfigur illustrieren, erinnern an Lola rennt - für eine Vorabend-Serie schon allerhand.

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