| So weit die Füße tragen |
"Soweit
die Füße tragen", im Frühjahr 1959 zum ersten Mal
gesendet, war die erste Großproduktion des Deutschen
Fernsehens. Über fünf Monate dauerten die Dreharbeiten.
Nicht zuletzt aus finanziellen Gründen wurden fast alle
Außenaufnahmen in Bayern gedreht.
Das ganze
sibirische Bleibergwerk, seine Baracken und unterirdischen Stollen
entstanden in den Bavaria-Studios bei München. Für wenige
Außenaufnahmen fuhr ein kleines Team mit dem Hauptdarsteller
Heinz Weiss in die Schweizer Berge. Andere Einstellungen wurden -
ohne Schauspieler - in Finnland gedreht, um Hundeschlitten und
Rentierherden zu filmen.
Der Regisseur Fritz Umgelter schrieb das Drehbuch nach einem Roman von Josef Martin Bauer. Ein ehemaliger Kriegsgefangener gab Bauer mit seinen Berichten den Anstoß zu einer romanhaften Schilderung der Flucht durch die Weiten Rußlands.
1955 erschienen, wurde das Buch
"So weit die Füße tragen" in Deutschland ein großer
Erfolg und ist heute noch erhältlich. Jener Heimkehrer, der
Josef Martin Bauer von seinem Fluchtabenteuer berichtete, blieb
aber bis heute unbekannt.
In einem Nachwort zu seinem Roman schrieb der Autor: "Dies mag aus der Furcht verstanden werden, die diesen Mann noch Jahre später beherrschte, und aus der heraus er seinen wirklichen Namen nicht genannt wissen will."
So paßte die Produktion auch ideologisch in das Klima dieser revanchistischen Ära, ohne zuviel politischen Zündstoff zu bieten. Die Serie schrieb ein Stück Fernsehgeschichte und rangierte mehrere Jahrzehnte am oberen Ende der Beliebtheitsskala einer deutschen Fernseh-Programmzeitschrift.
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