Verbotene Liebe

Tägliche Soap

Hauptdarsteller von 'Verbotene Liebe'. Szenenfoto: ARD/Uwe Ziss Seit dem 2. Januar 1995 gehört die "Verbotene Liebe" zum Vorabendprogramm des Ersten wie Rosen zur Liebeserklärung und Ringe zum Hochzeitstag. Montags bis Freitags um 17:55 Uhr ist Zeit für die Liebe, für geheime Wünsche und Sehnsüchte, für Glück und Intrigen.
Für Geschichten vom Erwachen der ersten zärtlichen Gefühle, von der Aufregung beim ersten Mal und vom Scheitern der großen Liebe. Geschichten, bei denen alles auf dem Spiel steht ...

Rund drei Millionen Zuschauer fiebern täglich im Ersten mit. Sie fürchten um ihre Lieblinge und hoffen, dass die wahre Liebe eine Chance erhält ... Und hier genau liegt der Reiz dieser täglichen Serie: Mehr als alles andere das zu wollen, was nicht sein kann und nicht sein darf. Solange noch geträumt und gehofft wird, solange werden in der "Verbotenen Liebe" geheime Wünsche erfüllt - wenn auch nur für einen Augenblick.


In der TV-Serie werden immer wiederkehrende, sich sehr ähnelnde Handlungsstränge und Rollen durchgespielt. Die Rotationsabstände sind auf etwa ein bis zwei Jahre angelegt, bis eine alte Story mit neuen Darstellern neu abgedreht und gesendet wird. Dabei gibt der Titel ?Verbotene Liebe? die Vorgabe für die Rahmenhandlung.

Das Schema ist üblicherweise so: Entweder ist der oder die Auserwählte vergeben, ein unwissender Verwandter, anderer sexueller Orientierung oder einer anderen sozialen Schicht zugehörig usw. Sind diese Probleme geklärt, drohen Beziehungskrisen durch vermuteten Betrug, durch möglicherweise lebensbedrohliche Unfälle, fehlende Liebesbeweise insbesondere bei pubertären Rollen oder durch Schwangerschaften, die früher in der Regel wegen des vorsätzlichen oder ungewollten Verlustes des Embryos nicht ausgetragen wurden.

Dies hat sich jedoch stark geändert, da in den Jahren seit 2006 insgesamt drei Neugeborene beziehungsweise Kleinkinder in die Serie eingeführt wurden - der politische Wunsch nach Kindern findet auch hier seinen Niederschlag. Daneben ist auch der plötzliche Wunsch einer Rolle nach einem Wohnortswechsel ein sehr populäres Handlungsmodul, um die Beziehung in Frage zu stellen. Ab und an wird dieser Wunsch zudem genutzt, um einen Darsteller als Alternative zu dessen Tod aus der Serie hinauszuschreiben.

Wiederkehrende Muster durchlaufen nicht nur die Storys, sondern auch neue Darsteller bei ihrer Einführung. Häufig taucht ein Bruder, eine Schwester, ein Vater oder eine Mutter auf, von der vorher nie gesprochen wurde, oder es wird ein bisher unbekannter Verwandter gesucht.

Um jedem Darsteller ?Charakter? zu verleihen, wird ihm oder ihr, wie in fast jeder ARD-Vorabendserie, ein bestimmtes Talent oder ein bestimmter Traum zugeschrieben, die er oder sie in der Rolle auszufüllen hat. Einige Hobbys sind nur begrenzt für das ?VL?-Budget geeignet, weshalb Pilotenträume im Hubschrauber oder Flugzeug nach kurzer Zeit mit einem Absturz enden.

Doch auch ohne die finanziellen Einschränkungen erhalten diese als ?Lebensträume? vorgestellten Sehnsüchte vielfach nach wenigen Wochen keine Erwähnung mehr im Drehbuch und dienen nur der kurzzeitigen Positionierung einer Rolle.




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Quelle: ARD © 1994 - 2011 Dirk Jasper • Diese Seite drucken: Seite drucken